Workshops

NFA A

FR, 12.02.2016
12.30 bis 14.00 Uhr

Unternehmer wagen

 

Die Entscheidung für das Wagnis Unternehmertum als Lebensentwurf ist nicht zuletzt angesichts der Vielzahl anderer beruflicher Optionen immer eine komplexe. Fragen nach dem richtigen Zeitpunkt, der richtigen Geschäftsidee (bei Neugründungen), der adäquaten vorgelagerten praktischen sowie theoretischen Erfahrung und der eigenen nachhaltigen Motivation vermischen sich dabei bei vielen potenziellen Unternehmern und Unternehmensnachfolgern mit dem Wunsch, „einen eigenen Weg zu gehen“ und „neue Ideen umzusetzen“. Risikoaversion trifft dabei oftmals auf Innovationsfreude: ein Dilemma, das dadurch noch verstärkt wird, dass externe Erwartungshaltungen oftmals einen wichtigen Einfluss auf die Entscheidungsfindung haben.

Dabei ist der unternehmerische Weg grundsätzlich durch ein „trial and error“ geprägt: Dieses gilt sowohl für die Initiierung neuer Projekte und Initiativen als auch für die Gründung neuer Unternehmen. Das Scheitern ist dem unternehmerischen Handeln immanent und statistisch gesehen sogar der wahrscheinlichere Fall. Es geht in der Abfolge unternehmerischer Handlungen letztlich darum, die eigenen Kompetenzen dahingehend zu erweitern, dass unternehmerischer Erfolg in der Zukunft wahrscheinlicher wird.

Der Workshop „Unternehmer wagen“ möchte die oben beschriebenen Entscheidungszusammenhänge und -situationen thematisieren. Orientierungspunkte sind dabei die Erfahrungen der Workshopteilnehmer, eigene Erfahrungen des Dozenten, aber auch selektive Beispiele von bekannten unternehmerischen Persönlichkeiten, die beispielhaft als Diskussionsinput vorgestellt werden. Ziel des Workshops ist es, das Scheitern als immanentes Element auf dem unternehmerischen Weg zu beschreiben und zu reflektieren.

 

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Dr. Sven Wilhelm

Partner CIQ Holding GmbH & Co. KG (Bochum), Partner eTribes Connect GmbH (Hamburg), Co-Founder Textprovider GmbH (Bochum);
Sven Wilhelm ist Geschäftsführender Gesellschafter der Collective IQ, einer Beteiligungsgesellschaft für Onlinemarketing- & Internet-Geschäftsmodelle mit aktuell vier Beteiligungen. Zudem berät er mit eTribes Unternehmen sowie Investoren der Digitalwirtschaft, vor allem in den Bereichen Business Development, Onlinemarketing, digitale Transformation sowie M&A. Zuvor war er Co-Founder und langjähriger Geschäftsführer der Textprovider GmbH, einer führenden Agentur im Bereich Online Content & Content Marketing. Zudem sammelte er umfangreiche Beratungserfahrung bei der Boston Consulting Group, vor allem in den Bereichen Automotive und Financial Services. Im Rahmen seiner aktuellen Tätigkeit ist er regelmäßig als Dozent in den Bereichen Entrepreneurship und Digital Economy auf verschiedenen Veranstaltungen, Konferenzen und an Universitäten aktiv, aktuell z. B. an der Universität Witten/Herdecke.

Dos and Don‘ts der Unternehmensnachfolge

 

Anhand des eigenen Einstiegs in das Familienunternehmen blickt Frank Kühne kritisch auf die „dos and don’ts“ der Unternehmernachfolge.

Gut jede vierte Nachfolge scheitert innerhalb der ersten vier Jahr nach der Übergabe. Die Gründe sind vielfältig. Welche Rolle aber spielt der Nachfolger in dieser kritischen Phase des Unternehmens? Wohin muss er blicken? Welche Fragen muss er stellen und welche Vereinbarungen sollte er treffen?

Anhand des eigenen operativen Einstiegs in das mittelständische Unternehmen seines Vaters (1000 Mitarbeiter, < 200 Mio. EUR Umsatz) vor zehn Jahren arbeitet Frank Kühne mit den Teilnehmern die kritischen Felder einer Nachfolge heraus und diskutiert mit ihnen ihre Handlungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten. Dabei werden die eigene Motivation, die Familie, der Gesellschafterkreis, die Governance-Strukturen und der operative Einstieg angesprochen.

Es gilt, in diesem Workshop nicht den einen perfekten Weg der Nachfolge zu finden, sondern sich als Nachfolger über die eigenen Handlungsfelder und Spielräume bewusst zu werden.

 

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Dipl. Oec. Frank Kühne (WIFU-Träger)

Frank Alexander Kühne (40) übernahm 2005 von seinem Vater die Führung des Familienunternehmens RAPS GmbH & Co. KG. 2013 folgte die Wahl in den Stiftungsvorstand der gemeinnützigen Adalbert RAPS Stiftung, die 1976 aus einem Teil der Erbmasse des Unternehmensgründers entstand. Seitdem bemüht er sich um eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit der Stiftungsprojekte und eine enge Verknüpfung zwischen Unternehmen und Stiftung.

Mein Weg in die Gesellschafterrolle – Im Dialog mit Florian Rehm

 

Die Nachfolge in die Familiengesellschaften ist ein facettenreiches und herausforderndes Themenfeld. Denn ein faires und produktives Miteinander in der Familie ist Grundstein für ein erfolgreiches Familienunternehmen. Diese Tatsache wirft zunächst allerdings mehr Fragen als Antworten auf. Wie verhält man sich als aktiver Gesellschafter? Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich als Gesellschafter? Gibt es ein „faires und gerechtes“ Modell der Nachfolge? Wie kann die eigene Persönlichkeit und wie können die eigenen Ideen fürs Unternehmen die Gesellschafterrolle gestalten und wie kann dabei die familiäre Tradition bewahrt werden?

Florian Rehm wird in diesem Workshop in den intensiven Austausch und Dialog mit euch Nachfolgern treten. Als Nachfolger in der fünften Generation der Mast-Jägermeister SE wird er dabei seine Erfahrungen und seinen Umgang mit den Herausforderungen der Nachfolge teilen und mit euch in einen ehrlichen und persönlichen Austausch gehen. „Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen! Was man nicht nützt, ist eine schwere Last!“ – Dieses Zitat von Goethe wird häufig nur halb zitiert, womit die Legitimation gegenüber ANDEREN durch die eigene Arbeit im Unternehmen hervorgehoben wird. Dass eine aktive und gestaltende Position zum Erbe allerdings nicht nur die Erwartungen der Familie, des Unternehmens und der Gesellschaft zu erfüllen hilft, sondern vor allem die eigenen Erwartungen, fällt dabei nicht sofort ins Auge. Hier soll dieser Aspekt in den Fokus gerückt werden. Ihr habt Raum, eure Fragen in einem geschützten Rahmen zu adressieren und den eigenen Weg in die Familiengesellschaft zu finden, um so auch Erwartungen an euch selbst zu erkennen und zu gestalten.

 

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Florian Rehm (WIFU-Träger)

ist die fünfte Generation der Unternehmerfamilie Mast und deren Sprecher. In dieser Funktion ist er im Aufsichtsrat der Mast-Jägermeister SE als Stellvertretender Vorsitzender tätig und Geschäftsführer des Familienbüros, u. a. Mitglied der Kommission „Governance Kodex für Familienunternehmen“.

NFA B

FR, 12.02.2016
15.00 bis 19.00 Uhr

Wer weiß was? Wer kann mir helfen? Ich habe da mal eine Frage! – Kongresse sind immer auch Orte des Austausches, Orte, an denen nicht nur ein zufälliges Kennenlernen stattfinden kann, es kommt auch zu mehr oder weniger geplanten Expertenbefragungen am Kaffeetisch. Zuweilen ist es aber auch so, dass der Zufall nicht die richtigen Fragensteller und Antwortgeber zusammenführen konnte, Kongressteilnehmer nehmen die Fragen wieder mit nach Hause.

Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen, wird der „Schwarzmarkt des Wissens“ eingerichtet. Dies ist ein bewährtes Format, in dem man sich seine „Ratgeber“ auf Zeit buchen kann. Für mehrere kurze Austauschrunden steht eine Vielzahl an Experten (Referenten des Kongresses, erfahrene Familienunternehmerinnen und -unternehmer, Familienunternehmensforscher) den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshop zur Verfügung: Man bucht sich seinen Experten auf Zeit. In kleiner, intimer Runde kann gefragt werden, was ggf. in großen Runden nicht Platz hätte. Es folgt ein hoffentlich erkenntnisreicher Austausch, dann folgt der Gong und die nächste Runde beginnt …

 

Moderator:

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Torsten Groth

ist Dozent am Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der UW/H und Experte für Langlebigkeit von Familienunternehmen, Familienstrategie und Nachfolgemanagement. Außerdem ist er selbstständiger Organisationsberater.

 

Zahlreiche Experten erwarten Sie,
unter anderem:

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Florian Rehm

ist die fünfte Generation der Unternehmerfamilie Mast und deren Sprecher. Experte für Gesellschafterfragen, traditionsreiche und zugleich zukunftsfähige Unternehmensstrategien, familiäre Nachfolgefragen.

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Dr. Kirsten Schubert

begleitete als Geschäftsführerin der elterlichen Schubert Unternehmensgruppe die Integration in die Wisag. Sie ist Expertin für Fragen rund um Nachfolge und im Besondern für Testamentsvollstreckung.

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Thomas Bruch

führt in fünfter Generation das Familienunternehmen GLOBUS. Experte für innovative Eigentums- und Führungsstrukturen, Verknüpfung von Unternehmerschaft und Eigentümerschaft und Mitarbeiterbeteiligung.

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Armin Steuernagel

ist Serienunternehmer und u. a. Co-Gründer der Universnatur GmbH, der Damia GmbH und der Purpose Stiftung; Experte für Unternehmertum (erste Gründung mit 16 Jahren), Unternehmens- und Eigentumsformen, Purpose-Unternehmen

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Prof. Dr. phil. Arist v. Schlippe

ist systemischer Familientherapeut und Inhaber des Lehrstuhls Führung und Dynamik von Familienunternehmen an der privaten Universität Witten/Herdecke.

NFA C

SA, 13.02.2016
11.00 bis 13.00 Uhr

Kurzanweisung Workshopauswahl

 

Liebe Nachfolgerinnen und Nachfolger,

im Fokus des diesjährigen Kongresses steht vor allem auch der Austausch zwischen Hauptkongress und NachfolgerAkademie. Wir möchten euch hier die Möglichkeit geben, gemeinsam mit der älteren Generation auf dem Hauptkongress Workshops zu besuchen, Fragen zu adressieren und das Themenfeld „Zukunft des Eigentums“, was vielleicht wortwörtlich ihr seid, mitzugestalten.

Wir bitten euch, jeweils einen Workshop und einen Alternativworkshop aus dem Workshopblock C zur Zukunft des Eigentums des Hauptkongresses zu wählen. Wir freuen uns auf eure aktive und furchtlose Mitgestaltung.

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