Programm

Donnerstag, 11. Februar 2016

Freitag, 12. Februar 2016

Thomas Bruch führt in fünfter Generation das Familienunternehmen GLOBUS. Er ist Experte für innovative Eigentums- und Führungsstrukturen, Verknüpfung von Unternehmerschaft und Eigentümerschaft und Mitarbeiterbeteiligung.

Das Organisationsteam: Marius Lorenz, Lukas Miggo, Kim Catalina Pöckler, Christian Scherpel und Laura Müller

Das Präsidium: Prof. Dr. Martin Butzlaff (Präsident), Jan Peter Nonnenkamp (Kanzler) und Prof. Dr. Rudolf Wimmer (Vizepräsident)

Florian Rehm ist Sprecher der Unternehmerfamilie Mast und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Mast-Jägermeister SE sowie Geschäftsführer des Familienbüros.

Prof. Dr. Christian Fischer

„Pflicht“ und „Gerechtigkeit“ in Familienunternehmen

Eigentum verpflichtet – in Familienunternehmen nicht nur gegenüber der Allgemeinheit, sondern auch und vor allem gegenüber der Familie. Erwartungen der Familienangehörigen konkurrieren untereinander und mit unternehmerischen Geboten, Wünschen der Belegschaft sowie regionalen und überregionalen gesellschaftlichen und politischen Forderungen. Nicht alle Hoffnungen erfüllen sich. Enttäuschte Erwartungen werden subjektiv als Ungerechtigkeit wahrgenommen. Der Gerechtigkeitsforschung verdanken wir die Erkenntnis: Der Kern eines Konflikts ist immer ein Gerechtigkeitskonflikt (Leo Montada).

In generationenübergreifend angelegten Familienunternehmen stellen sich grundlegende Gerechtigkeitsfragen oft mit besonderer Schärfe. Hinzu kommt: Die Forderung nach Gerechtigkeit, die sich auf individuelle Lebenshaltungen und Handlungen, auf den Ausgleich von Interessen und die Verteilung von Gütern und Chancen bezieht, ist heute allgegenwärtig. Es lohnt sich daher, Grundfragen der Gerechtigkeit näher zu betrachten. In Vorlesungen versuche ich, die Problematik durch ein interaktives Experiment mit Ziegen zu veranschaulichen. Sie werden sich vielleicht fragen: Was haben denn Ziegen mit Gerechtigkeit zu tun? Für sich betrachtet gar nichts, aber sie können helfen, den schillernden Begriff Gerechtigkeit besser zu verstehen.

Der Ziegenfall lautet: „In einem fernen Land weit vor unserer Zeit spielt die folgende Geschichte: Der älteste von drei Brüdern, ein Schmied, hat 30, der zweitälteste Bruder, ein Lastträger, drei Ziegen. Der jüngste besitzt nichts. Er soll Hirte werden. Der Schmied gibt ihm fünf Ziegen und der Lastträger eine. Nach mehreren Jahren hat sich der Bestand beim ältesten Bruder S auf 50, beim mittleren L auf zehn und beim jüngsten J auf 132 erhöht. Da stirbt der jüngste Bruder und die beiden Älteren überlegen, wie die 132 Ziegen zwischen ihnen verteilt werden sollen. Sie können sich nicht einigen. Auf Anregung ihrer greisen Mutter wenden sie sich an die Stammesversammlung, die verschiedene Verteilungsmöglichkeiten in Betracht zieht und berät. Welche fallen Ihnen ein?“

 

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Prof. Dr. Christian Fischer

Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Zivilprozessrecht und Rechtstheorie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, geschäftsführender Direktor des Abbe-Instituts für Stiftungswesen, Veranstalter des Deutschen Mediationstages 2010 bis 2015, mehrjährige Tätigkeit als Rechtsanwalt, arbeitsrechtlicher Berater, in betrieblichen Einigungsstellen und als Schlichter in Tarifverhandlungen; Mitautor des Buches: Rechtstheorie mit Juristischer Methodenlehre,
8. Aufl. 2015 (Verlag C.H.Beck)


Theater-Performance

Eigentum Verpflichtet! – Eine performative Begriffserforschung

Um herauszufinden wo das Eigentum wohnt, wie es gepflegt wird und ob es eigentlich auch gefährlich werden kann, wenn es einen denn verpflichtet, hat das Regie- und Performance-Duo Sobottka & Lobert sich auf den Weg gemacht und Interviews mit Familienunternehmern und Familienunternehmerinnen über ihre Praktiken und ihren Begriff im Umgang mit Eigentum geführt.

Aus dem dokumentarischen Material erwachsen Blicke auf den Begriff, der in immer neuen Kleidern daherkommt.

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Verena Lobert

Dipl.-Kulturwissenschaftlerin der Universität Hildesheim; Gründungsmitglied des Performancekollektivs Frl. Wunder AG, mit dem sie in Niedersachsen seit 2006 Stückentwicklungen für Theater- und andere Räume sowie Interventionen im öffentlichen Raum entwickelt

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Sylvia Sobottka

Theaterregisseurin und Dipl.-Kulturwissenschaftlerin; sie inszenierte u. a. an den Münchner Kammerspielen, am Theater Augsburg, Schauspiel Essen und erarbeitet auch freie Performance-Projekte; seit 2010 regelmäßige Zusammenarbeit mit Verena Lobert

Florian Rehm ist Sprecher der Unternehmerfamilie Mast und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Mast-Jägermeister SE sowie Geschäftsführer des Familienbüros.

NFA A1. Erste Züge des Unternehmertums

Unternehmer wagen

mit Dr. Sven Wilhelm


 

NFA A2. Operative Zielrichtung

Dos and Don‘ts der Unternehmensnachfolge

mit Dipl. Oec. Frank Kühne


 

NFA A3. Rollen von Gesellschaftern

Mein Weg in die Gesellschafterrolle – Im Dialog mit Florian Rehm

mit Florian Rehm

 

NFA B. Schwarzmarkt des Wissens

Moderator: Torsten Groth
Experten: Florian Rehm, Dr. Kirsten Schubert, Thomas Bruch, Armin Steuernagel und Prof. Dr. phil. Arist v. Schlippe

Dinnerunterhaltung

Illusionist Farid

Verblüffte Zuschauer, ungläubige Gesichter oder ein erstauntes Lachen. Sein Blick scheint Gedanken lesen zu können – Willkommen in der Welt von Farid!

Geboren in der Nähe von Köln, aufgewachsen im Ruhrgebiet, Teheran und Wien. Das mystische in seinen Augen verdankt Farid seinen persischen Wurzeln! Als 6-Jähriger wurde er von seinem Großvater von der Kunst der Magie inspiriert. Im Alter von 10 Jahren begann er, sich mit dem Thema „Magie“ und der Welt der Illusionen intensiv zu beschäftigen. Bereits mit 15 Jahren stand er auf der Bühne und erkannte zudem, dass Magie auch direkt vor den Augen der Zuschauer spektakuläreren Zuspruch fand.

Seine TV Shows und TV-Gastauftritte machen Farid zum TV Magier No.1 2009 und 2010 in Deutschland – und in mehr als 50 Ländern weltweit werden Farid´s Auftritte ausgestrahlt. Prominente Moderatoren wie Kurt Krömer (ARD), Johannes B. Kerner (ZDF/SAT1), Hubertus Meyer-Burckhard und Barbara Schöneberger (NDR Talkshow), Stefan Raab (Pro7) und Markus Lanz (ZDF) lassen sich regelmäßig gerne von dem charmanten Künstler verzaubern. Bereits zum 11. Mal trat Farid bei TV Total auf.

Magie und Mystik, faszinierende visuelle Effekte und Street Magic direkt vor den Augen seiner Zuschauer und sogar in ihren Händen: Farid kennt sich wie kein anderer auf dem Terrain des unerklärlichen Minimal-Kunststücks aus. Aber auch große Illusionen und Bühnenshows gehören zu seinen Spezialitäten. Internationale Stars wie Bruce Willis, Chris Daughtry, Dave Grohl, Pharrell Williams, Don King, Halle Berry, Paris Hilton u.v.m. unterhielt Farid bereits mit seiner Show – unter anderem bei einem Gastbesuch in Las Vegas.

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Samstag, 13. Februar 2016

Keynote – 520 Wochen Zukunft

Trends sind nicht schwer zu erkennen: Es sind Tendenzen, Entwicklungen in Datenreihen, die uns einen Hinweis darauf geben, wie sich etwas bislang entwickelt hat – bis heute.

Viel interessanter sind jedoch die Punkte, an denen Trends brechen, an denen eine neue Technologie, ein neues Geschäftsmodell oder neue Werte die Spielregeln eines Marktes ändern. Diese Punkte nennen wir „Tipping Points“ und in den kommenden 520 Wochen gibt es hiervon jede Menge. Ob im Bereich Energie, Mobilität, intelligente Netze, künstliche Intelligenz, Geldsystem, Arbeitswelt oder Medien – überall kündigen sich große Umbrüche, disruptive Entwicklungen und Paradigmenwechsel an.

Wir wollen heute gemeinsam die Tipping Points erkennen, die auch auf Familienunternehmen Einfluss nehmen werden: Welche Trends werden unser Leben, unsere Arbeit und unsere Gesellschaft in den kommenden zehn Jahren verändern und prägen?

Wo werden neue Chancen, aber auch Gefahren für die Gesellschaft, für Familienunternehmen, für Investoren und für jeden Einzelnen lauern und wie kann man schon heute Weichen stellen, um diese Trends und Umbrüche positiv zu nutzen?

Der Vortrag nähert sich der Zukunft mit zahlreichen anschaulichen Beispielen, Stories und Szenarien, die es dem Zuhörer erlauben, sich diese Zukunft „bildlich“ vorzustellen.

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Lars Thomsen

Chief Futurist und Gründer der future matters AG in Zürich;
der 1968 in Hamburg geborene Trend- und Zukunftsforscher gilt als einer der einflussreichsten Experten für die Zukunft der Energie, Mobilität und Smart Networks. Seit seinem 22. Lebensjahr berät er als selbstständiger Unternehmer Firmen, Konzerne, Institutionen und regierungsnahe Stellen in Europa bei der Entwicklung von Zukunftsstrategien und Geschäftsmodellen der Zukunft. Mittlerweile gehören mehr als 800 Unternehmen zu seiner persönlichen Referenzliste. Lars Thomsen ist neben seiner unternehmerischen Tätigkeit auch Mitglied zahlreicher Think Tanks sowie der World Future Society in Washington D.C.

NFA C. Workshopblock

Kurzanweisung Workshopauswahl

Podium

Zum Thema „Erben“

Zum Abschluss des 18. Kongresses für Familienunternehmen werden wir eines der entscheidendsten Themen in den Fokus rücken: das Erben.

Die Möglichkeit, sein Eigentum vererben zu können, ist ein nicht unwesentlicher Teil unseres gesellschaftlichen Konzeptes vom privaten Eigentum. Die Sicherung des Wohlstands der nächsten Generation durch die Bewahrung und Weitergabe ist treibende Kraft und Motivator für persönliche Handlungen und Tätigkeiten. Den Kindern, der Familie oder auch der Gesellschaft durch die Erbschaft einen Vorteil und Sicherheit zu gewährleisten, ist zudem Ausdruck individueller Freiheit. Darüber hinaus ist es eine bewährte Möglichkeit, Werte zu erhalten.

Demgegenüber stehen drängende gesellschaftliche Problemstellungen. Vermögensverteilung, Leistungsgerechtigkeit und Freiheit stehen in dieser Debatte im Fokus. Die Frage, ob eine Erbengesellschaft wie die unsere gesellschaftlich und unternehmerisch auch zukünftig legitimiert sein kann, wird nicht mehr nur vereinzelt, sondern längst lautstark gestellt. Wie demokratisch und gerecht ist das Erben in unserer Gesellschaft? Ist es unternehmerisch sinnvoll? Und ist es überhaupt wünschenswert, ein Erbe zu sein? Sowohl individuell und familiär, als auch unternehmerisch und gesellschaftlich eröffnet die Thematik des Erbens einen breiten Diskussionsraum.

Wir freuen uns auf eine spannende Podiumsdiskussion mit unseren kritischen Experten, die aus verschiedenen Richtungen und Professionen ihre Perspektive zum Erben, zur Zukunft des Erbens, zur Erbengesellschaft und zur Erbschaftsteuer zur Debatte stellen und verteidigen werden.

Das studentische Organisationsteam

Christian Scherpel, Kim Catalina Pöckler, Laura Müller,

Lukas Miggo und Marius Lorenz

Diskutanten: Prof. Dr. phil. Arist v. Schlippe, Julia Friedrichs, Stefan Heidbreder und Armin Steuernagel
Moderation: Dr. Jörn Weingärtner (Geschäftsführer der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der UW/H)